Cineduck Kostprobe

Roman Holiday (1953)

Woooooow, Old Hollywood erstmals in einer Auslandsproduktion, ganz weit weg von Mama Studio in Kalifornien.
Ich muss eine Triggerwarnung geben:
Der Film ist von 1953, wo es eigentlich schon Farbfilm gab, aber in Rom zu drehen war so teuer, dass es nicht mehr für die Farbe gereicht hat – deswegen Schwarzweiß. Nicht abschrecken lassen; der Humor ist dafür sehr modern. Außerdem, weil sie erfahrungsgemäß gutes Clickbait ist: Audrey Hepburn in ihrer ersten großen Rolle!

 

The Shape of Water (2017)

Ab dem Zeitpunkt wo der Aquaman die Katze von dem lieben Nachbar angeknabbert hat, war es aus mit meiner Sympathie für ihn.

 

Red Shoes and the Seven Dwarfs (2019)

Ähm, ja.
Auch solche Filme werden im diesem Haushalt angeschaut.
(Ehrlich gesagt, zwischenzeitlich kam mir der Gedanke recht schmackhaft vor, ihn von den dieswöchigen Reviews auszuschließen und die Peinlichkeit totzuschweigen, dass ich mich überhaupt jemals von so etwas habe anziehen lassen.)
Im Prinzip ist die Handlung „Schneewittchen“, nur dass sich Schneewittchen jetzt Rotschühchen nennt. Addiert man ein bisschen „Shrek“, „Tangled“ hinzu und verpackt moderne Themen wie Body Positivity als Morallehre für Kinder, hat man eigentlich den gesamten Inhalt. Jetzt wirds aber erst interessant. Kurze Hintergrundinformation: der Film stammt aus Süidkorea.
Ich, als überfleißige K-Drama-Schauerin habe mit Adleraugen alle Klischees einer traditionell-asiatischen, 16-folgenschweren Seifenoper verfolgt, während sie über die Leinwand (14-Zoll-Bildschirm) gehoppelt sind. Es war ein Fest.
Den Startschuss setzt Mr. Main Lead in der ersten Minute mit einem Fingerherz, dann zieht es sich über vernichtende Schönheitsdiskurse und Gesichtsmasken bis hin zu Tieren mit LINE-Friends-Gesichtern, wiederkehrenden Soundtrack-Melodien und keuschen ersten Bussis. Es hilft auch nicht, dass ich die Zwerge ständig als siebenköpfige Kpop-Boyband gesehen habe.

 

300 (2006)

Nach all dem Debakel um den neuen Justice League Cut, wollte ich Zack Snyder mal eine Chance geben. Nein, eigentlich nicht. Ich wusste bis zu den Credits nicht mal, dass er Regisseur war, ich hatte bloß Lust auf einen denk-armen
Kriegsfilm. Nichts ist besser, als im Bett zu liegen und Schauspielern dabei zuzusehen, wie sie sich physisch verausgaben. Stiltechnisch (und meme-technisch) ist 300 sehr cool – offensichtlich.
Die Bilder erinnern ein bisschen an 2014, wo alle Welt mit den Filtern übertrieben hat.
Der Color-Grading-Wiederkennungswert übersteigt sogar Mad Max: Fury Road. Points for boldness.

 

John Wick (2014)

WAAAS? Die hat den noch nicht gesehen?! Nein. Aber jetzt. Also vor drei Wochen. Und ich mochte ihn nicht wirklich.
Sorry, Keanu Reeves, ich weiß, du bist praktisch sowas wie der moderne Jesus und eine pure Seele die man nicht angreifen darf und den Film anzugreifen fühlt sich irgendwie genauso an, wie dich anzugreifen, aber das ist echt nicht persönlich gemeint. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich mit Hunden nichts anfangen kann und der Tod eines Welpen der Katalysator für den brutalen Rachezug in 90 von 101 Minuten Spielzeit ist. Ein paar Ansätze waren schon cool und vielleicht, wenn es eine Katze gewesen wäre.
John Whiskas… das wärs.

 

Finding Nemo (2003)

Ich würde ja „Kindheitsnostalgie‘ sagen, aber in meiner Kindheit hatte ich Angst vor Filmen und deswegen habe ich diesen hier erst mit 13 geschaut. Also vielleicht Teenagenostalgie?
Es tut mir leid für Ghibli und meinen derzeitigen Marathon, aber was Animationsstudios angeht: Pixar for the win <3
Pro Tipp: schaut den Film und stellt euch alle Tiere als Menschen vor
Pro Pro Tipp: schaut ihn am Abend vor einer BWL-Klausur, auf die ihr selbstverständlich bestens vorbereitet seid und weint euch danach in einen unruhigen Schlaf.